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Die Bereiche Trinkwasserversorgung, Abwasserentsorgung und Wasserbau sind überwiegend im Bereich Bauingenieurwesen angesiedelt. Auch wenn dort vielfältige Automatisierungsansätze verfolgt werden, so erreichen innovative Lösungen aus Automatisierung und technischer Informatik seltener diese Bereiche. Was sich in Fertigungstechnik und Verfahrenstechnik längst etabliert hat, wird erst mit großer Zeitverzögerung in der Siedlungswasserwirtschaft eingesetzt. Die Informatik und die Automatisierungstechnologie werden dort oft als eine Hilfswissenschaft gesehen. In STEPS ist sie ein gleichberechtigter Partner, was Zugang zu umfangreichen Synergiepotentialen öffnet.
Die Abwassertechnik hat oft nur geringes Investitionskapital zur Verfügung, die technischen Randbedingungen sind rau und das Personal ist in der Anwendung von Automatisierungssystemen nur unzureichend ausgebildet. Das abwassertechnische Gesamtsystem ist demgegenüber aufwendig und komplex: Wasserverbraucher, Abwasseranfall, Kanalisation, Kläranlage, Gewässer, Abwasserrecycling, Fluss- und Grundwassernutzung stehen in einem komplexen nichtlinearen Zusammenhang. Bisher ist es nicht möglich, das Gesamtsystem zu simulieren, zu steuern oder zu regeln. Nur Einzelkomponenten sind bisher automatisierungstechnisch handhabbar. STEPS setzt den Focus auf den interdisziplinären Ansatz, auf die Kombination von automatisierungstechnischen Einzellösungen mit der Simulation und Optimierung des abwassertechnischen Gesamtsystems und des Gewässersystems unter gleichzeitiger strenger Berücksichtigung der Nachhaltigkeit und der Rentabilität der erforderlichen Investitionen.
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